Montag, 10. Dezember 2018

Ein Tag ohne Netz

Ich habe gerade kein Netz, deshalb schreibe ich nur kurz auf, was passiert ist und schicke das einfach später. Und dann gleich danach das, was heute passiert ist.
Kompliziert. Vor allem, weil ich heute (also gestern) beginne.

Also, das ist gestern passiert:

Der Weg zur nächsten Unterkunft war wieder nicht sonderlich weit. 
Deshalb die gleiche Prozedur wie am Vortag: Gleich wieder raus aus dem Auto und auf Erkundungstour. Diesmal waren wir an einem Leuchtturm.

Und von da ging ein Weg ans östlichste Ende von Australien.

Toll. Fehlen also nur noch nördlichster, westlichster und südlichster, südöstlichster, nordöstlichster, nordwestlichster und südwestlichster Punkt. Das schaffen wir, oder?

Die Ecke neben der Ecke vom Kontinent sah aber auch ganz hübsch aus.

Dann ging es weiter. Wie gesagt, lag unsere Unterkunft ja nicht so weit weg.
Aber damit es nicht zuuuu schnell ging, haben die australischen Straßenbauer mal eben eine Straße gesperrt, ohne was zu sagen oder ein Schild aufzustellen. Mmmmhhhh. 

Umwege sind ja manchmal auch hübsch. Oder dauern eben länger. Wenigstens einen Punkt konnte diese Umleitung davon erfüllen.

Weil wir trotzdem noch zu früh waren, sind wir noch in einen Nationalpark und haben – tataaa – Wasserfälle (und Landschaft) angeguckt. War aber wirklich toll. Ich packe einfach mal die Fotos hier drunter.




Auf dem Weg ins „Hotel“ haben wir noch dutzende (also viele, nicht welche, die nicht „Sie“ sagen können) kleine Kängurus gesehen. Das war toll. Für ein Foto sind die aber zu schnell weggehüpft. Und wie.

Tchja, und dann haben wir Kuschels gemerkt, was für Vorteile so ein Kuschelleben hat. Wir bekommen nämlich keinen Hunger. Mama und Papa schon. Also nix wie in die Unterkunft, in der der alte Mann an der Rezeption meinte, daß es nichts zu essen gibt und ob die beiden etwas dabei hätten. Dabei hatten Mama und Papa nur lange Gesichter, die sie auch gleich mal zur Feier des Tages aufgesetzt haben....

Das war der erste Tag.

Und nun zu heute:

Es war die schaukeligste und kurvigste Fahrt, die wir je hatten. Also soweit ich mich erinnern kann. Stundenlang ging es bergauf und durch engste Straßen, bis wir endlich im Paradies waren.

Hier hüpfen ganz viele Kängurus und noch mehr bunte Papageien umher. Die einen sind echt süß und die anderen verdammt frech. Auf ein Foto mit denen traue ich mich nicht. Die beißen mir am Ende ein Ohr ab...

Zwei kleine Wanderungen hatten wir auch noch.
Wir waren auf einem Baumkronenpfad (also so hieße das bei uns) auf Hängebrücken unterwegs. 

Ganz schön spannend. Und da gehts echt tief nach unten...

Die zweite Wanderung ging zu einem Wunschbaum. 

Was ich mir gewünscht habe, darf ich nicht verraten. Aber der Baum war auch so toll. Man konnte sogar durch ein „Fenster“ nach draußen gucken.

Auf dem Rückweg haben Mumps und ich auf einer Liane geschaukelt. Wir haben ein Video davon, wissen aber nicht, ob Ihr das sehen könnt. 

Jetzt geht es ins Bett. Wir sind ganz schön müde. Mussten uns ja die ganze Zeit in die Kurven legen. Das ist ziemlich anstrengend.

Bis bald,
Eure Theodora

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Samstag, 8. Dezember 2018

Ausblicke und junge Menschen

Bruce macht mir zwar manchmal noch ein bisschen Angst. Aber wir kommen klar.
Eigentlich ist er sogar recht nützlich. Denn wenn wir mit Mama und Papa einen Ausflug machen, passt er aufs Auto auf. Und wenn eine Kakerlake auf der Armaturenbrett  sitzt, wagt sich ganz sicher kein böser Junge (oder böses Mädchen natürlich) an den Wagen...
Heute hatten wir einen eher kurzen Weg. Deshalb gab es gleich nach der Abfahrt einen Spaziergang auf eine Seebrücke. 

War echt hübsch dort. 
Und weil Mama und Papa scheinbar Auslauf brauchten, sind sie noch den nächsten Berg hoch und wieder runter. 
Zum Glück – denn von da hatten wir einen wundervollen Blick und haben sogar Delfine gesehen. Toll!
Jetzt sitzen wir mal nicht in einem Hotel, sondern in einer Cabin. Das ist irgendwas zwischen Hotelzimmer und Camping. Eine Art Container. Merkwürdig. Ich fühle mich irgendwie wie ein Auto, das nach China verschifft wird. Nur ohne Seegang.

Mal sehen, ob wir schlafen können. Denn der nächste Ort ist ein Treffpunkt für alle jungen Leute, die jemals von diesem Ort gehört haben. Mama sagt Hippies dazu. Aber eben keine echten, sondern junge Leute halt, die denken, daß sie so tun müssen, als seien sie so, wie sie in Wirklichkeit gar nicht sind. Nur cooler eben.
Hä? Was wollte ich sagen? Ich habe wirklich nicht inhaliert, als die vorbeigelaufen sind. Aber ein bisschen von der Dusseligkeit ist übergesprungen....
Jedenfalls schlafen etliche von denen hier auf dem selben Platz wie wir. Wenn wir schlafen. Könnte laut werden....

Dann mal bis bald,

Eure Theodora

Freitag, 7. Dezember 2018

Krabbelgetier

Du meine Güte. Ich hab ja schon viel über die Tiere in Australien gehört. Aber wenn man dann das erste Mal auf eins von denen trifft, ist es schon was anderes, als im Fernsehen...
Als es gestern unterm Bett gerumpelt hat, habe ich mir nicht viel dabei gedacht.
Doch plötzlich sah ich da was drunter krabbeln und traute meinen Augen nicht. Das konnte doch unmöglich... Oder doch?
Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und schnappte mir noch schnell ein Bein und zog den ungebetenen Gast unterm Bett hervor.
Ach Du Schreck!!! 
Es war eine Kakerlake. Und was für eine große!
Mumps und ich machten erstmal einen Satz zurück und beobachteten dieses riesige Insekt und warteten, ob es sich auf uns stürzt oder abhaut.
Tchja, weder noch. Er guckte uns unschuldig an und meinte, daß wir ganz schön mutig wären. Normalerweise hätte er uns unters Bett ziehen können und dort.... weiter hat er nicht gesprochen. Er hat nur noch gefragt, ob wir Skat oder wenigstens MauMau können.

Wir haben uns nicht getraut zu sagen, daß wir keine Karten mitgenommen haben. Uns war das irgendwie zu gefährlich. Wir haben ihn lieber erstmal in ein Gespräch verwickelt und gefragt, wieso er so gut deutsch kann und wie er hieße.
Natürlich hieß er Bruce. War ja klar.
Aber über seine Deutschkenntnisse hat er geschwiegen. Noch.

Er will nämlich erstmal ein bisschen mit uns mitfahren. Klar. Gern.
Denn als wir kurz überlegt haben, hat er das Maul weit aufgerissen und so getan, als ob er nur gähnen müsste. Naja, ich weiß ja nicht.

Wird jedenfalls echt spannend. Kakerlaken. Tssss.

Viel spannenderes haben wir nicht erlebt. 
Aber für mich ist das schon spannend genug. Ehrlich wahr.

Mal sehen, wie das so weitergeht. 

Ich werde berichten. Versprochen.

Bis bald,

Eure Theodora

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Schon wieder Wasserfälle...

Heute war es endlich soweit: Die Tour beginnt. Wir sind ab jetzt unterwegs und raus aus der Großstadt. Juchu!

Allerdings hieß das erstmal, daß Mama und Papa einen Wagen brauchten, den sie dann auch abgeholt haben. Manno, hat das gedauert... 
Dann waren wir auch bald auf der Straße. Papa hatte irgendwie so einen angespannten Gesichtsausdruck. So wie auf dem Klo – nur ganz anders. Und ohne schlecht riechen. Angeblich hat es an dem aufregenden Stadtverkehr gelegen. Und daran, daß die hier wieder einmal auf der falschen Seite fahren. Und an der unglaublichen Größe dieses Monsterungetüms. Der Wagen ist aber wirklich riesig. Da braucht man beim Einsteigen einen Kompass. Apropos einsteigen: Papa hat sich erstmal auf den Beifahrersitz gesetzt und blöd geguckt, daß kein Lenkrad da war. Ist eben wirklich alles verkehrt herum. War lustig. Jedenfalls für uns.

Wir sind jedenfalls heil aus der Stadt gekommen. Die Strecke zum nächsten Ziel war nicht lang und deshalb hat Mama noch eine Wanderung rausgesucht.
Die war spannend, weil wir uns ein bisschen verlaufen haben und Papa plötzlich Angst vor Krokodilen hatte. Dafür gab es aber schöne Wasserfälle... 

Jaja, es wird wohl wieder ein Urlaub mit Wasserfällen. 
Aber schön sind die ja schon.

Jetzt sind wir im Hotel und morgen früh geht es schon weiter. Die ersten Tage machen wir „Strecke“. Also wir fahren mehr oder weniger einen großen Abschnitt und bleiben nur immer eine Nacht. Klingt ganz schön stressig. Aber wie ich Mama kenne, wird sie trotzdem immer wieder einen Wanderung einbauen. Dann wird es nicht so langweilig.

So, jetzt muss ich nochmal kurz unters Bett schauen. Da raschelt es immer so komisch. Also, ich höre mal auf mit Schreiben.

Bis bald
Eure Theodora



Mittwoch, 5. Dezember 2018

blau, nein weiß

Heute morgen sind Mumps und ich in einem Bus aufgewacht. Also in Mamas Rucksack, der sich in einem Bus befand. 
Wie wir dahingekommen sind? Keine Ahnung. Ich erinnere mich nichtmal an gestern Abend bzw. daran, daß ich eingeschlafen bin. Sowas hatte ich noch nie...

Jedenfalls war die Ruhe dann vorbei und wir sind an einer Farm ausgestiegen, auf der es ganz viele Tier-Waisen gibt. Also ganz arme Geschöpfe, die die Hilfe von Menschen brauchen. Und zudem sind die alle sehr sehr niedlich.

So kam es, daß ich Bekanntschaft mit einem Koala namens Theo machte. 

Und von einem Joey (alle Beuteltier-Kinder heißen so, weshalb man sich den Namen immer merken kann ;)) abgeschleckt wurde. 

Ich weiß nicht, wer danach blöder geschaut hat, hihi.

Und damit wir auch noch eine Mutprobe eingebaut haben, musst...durften wir uns vor ein riesengroßes Känguru setzen. 

Immerhin wurden wir weder gefressen, noch angeschnullt.

Leider war der Teil des Ausflugs sehr schnell vorbei.
Und der zweite Teil war irgendwie merkwürdig. Denn eigentlich sollte es in die Blue Mountains gehen. Aber wir fuhren die ganze Zeit im Nebel rum und nix war da blau.

Am Ende waren wir auf einem Wanderpfad unterwegs und hatten ganz tolle Ausgucke. 
Da waren alle Schattierungen von weiß in der Landschaft zu sehen. 

Nur die Landschaft hat gefehlt... Naja.

Der Heimweg war dann genauso mysteriös, wie die Hinfahrt. Plötzlich saßen wir wieder im Bett. Habe ich das Beamen erfunden?

Morgen geht es raus aus der Großstadt und rein in die Natur. 
Bin schon echt gespannt, was da alles passiert.

Hier passiert nix mehr. Mama und Papa pennen schon und lassen sich nicht zum Spielen erweichen. Dann müssen wir wohl auch langsam schlafen.

Bis bald,

Eure Theodora 

Dienstag, 4. Dezember 2018

Jetlag und Bootfahren

Jeeeeetlaaaag? Jawoll.
Schlaf? Nö.

Ich bin gerädert. Absolut. 
Kann kaum die Tastatur sehen. Herrjeh.

Wir waren heute auf dem Wasser unterwegs. War sehr schön. 
Aber: Jetlag. Volle Kanne. Konnte kaum was sehen – trotz Nebels. Äh, was? Nein. Es war diesig. Man konnte nur die Hochhäuser sehen. Genau. Und die Brücke. Und...
Ach, guckt doch selber mal...

Jedenfalls sind wir nach der Bootstour nochmal kurz zu einem Nickerchen ins Hotel. Wurde ein ausgewachsener Mittagsschlaf. Überraschung.

Und als Mama und Papa nochmal loswollten, haben wir nochmal kurz in der Tasche die Augen zu gemacht. Die beiden haben plötzlich losgelacht. Ich weiß bis jetzt noch nicht, ob wir weg waren, oder ob sie uns einfach nur ein- und wieder ausgepackt haben. Sie verraten es mir nicht. 

Ich weiß genau, daß ich jetzt in der Nacht nicht schlafen kann und morgen geht es wieder von vorne los. Ich weiß es genau. Nicht ein Auge werde ich zumachen.

Nicht eins. Und dann denke ich die ganze Nacht über hüpfende Schafe nach und die Schäden, die diese Viecher bei armen Pharmazeuten anrichten, die keine Schlafmittel mehr loswerden und dann denke ich an, denke ich an, denke... Ich denke – na? Genau ich werde kein Auge zummmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm

Montag, 3. Dezember 2018

Komische Oper

Der zweite Flug war schnell vorbei. Einmal, weil er auch wirklich kürzer war und dann bin ich einfach eingeschlafen. Schwups, waren wir da. Juchu!

Das ist also Australien. 
Soso. Die können mir ja viel erzählen. Das ist ne große Stadt am Wasser mit hässlichen Hochhäusern.
Könnte also überall sein.
Naja, will ich es mal glauben.

Allerdings ist diese eine große Brücke schon irgendwie markant. Und auch die komische Oper, die sie da in die Landschaft gefliest haben. 
Das sind nämlich wirklich Fliesen. Solche, die bestimmt niemand nicht haben wollte. Und da hat sich so ein pfiffiges Kerlchen gedacht: Betonieren wir mal eine Oper drunter, die schön groß ist und schon ist das Fliesenlager leer. Manchmal sind die Lösungen ziemlich einfach.

Die Australier sind überhaupt schnell im Lösungen finden.
Hier ist ein „Stuhl“ (nennen die halt so), den ein Mann seiner Frau aus dem Felsen schnitzen lassen hat. 
Bloß nicht zu viel selber machen. Jaja. Und weshalb? Weil sie gern dort gesessen hat.
Klar. Wieso auch einfach einen Stuhl holen und wieder wegräumen. Die Australier schnitzen lieber ne Bank in den Felsen.

Aber nett sind die hier schon. Will auch gar nicht so viel meckern...
Ist wahrscheinlich der Jetlag. Darunter leide ich immer sehr. Wird aber bald besser.

Und deshalb gehe ich jetzt schlafen. Jawoll!

Nicht böse sein, wenn ich nicht jeden Tag schreibe. Ich versuche es zwar. Aber manchmal geht das schlecht... Ab Donnerstag sitzen wir immer sehr viel im Auto. Da bleibt abends nicht immer Zeit. Naja, das wird schon.

Wir sind jedenfalls alle schon sehr gespannt auf die ersten wilden Tiere.

Achso, ich wollte ja schlafen. Jetlag halt.

Bis bald,

Eure Theodora

Sonntag, 2. Dezember 2018

Start mit Hindernissen

In den Urlaub fahren ist ja immer toll. Eigentlich.
Diesmal war es am Anfang so spannend, daß mir richtig schlecht geworden ist. Wirklich. 
Wir hätten um ein Haar ohne Mama fliegen müssen. Die war nämlich zu alt und zu jung gleichzeitig. Jetzt denkt Ihr, daß das Nilpferd spinnt – stimmt‘s?
Ich spinne aber nicht, denn: Für Mama waren zwei Visata ausgestellt und das auch noch elektronisch. Auf dem einen war sie normal alt (ich darf keine Details dazu schreiben, sonst gibt es Rucksack-Arrest). Und auf dem anderen war sie glatte 27 Jahre älter.
Naja, ist ja alles halb so wild, denkt man da. Pustekuchen. Wir mussten warten, bis jemand von den Eincheckerichen am Schalter endlich Zeit hatte, um mal eben in der Haupstadt von Australien anzurufen, damit ein Visum-Dings gelöscht wird.

O.K. – ich mache es mal nicht so spannend. Wir sind dann doch geflogen. Es war aber wirklich ziemlich knapp... Nicht mal ein richtiges Abschiedsfoto gab es. Nur das hier auf dem Weg zum Flugzeug.

Ab dann ging alles ganz prima.
Die Kopfhörer sind für zwei Kuschels etwas eng. Aber wenn man die inneren Ohren zusammensteckt, hört man sogar auf beiden Seiten ganz gut.

Was ich ja am spannendsten finde, ist immer die Flugroute. 
Wahnsinn, wo man da so langkommt. 

Der Rest der Zeit verging recht schnell. 
Wobei es noch einen Moment gab, wo ich dachte, daß alles vorbei ist und mich der Krampus holen will...
Ich gucke nach oben und da ist plötzlich diese Hand!
Hab ich mich erschreckt. Nee nee nee.

Als ich Papa geweckt hatte, war die wieder weg.
Na prima. Das Nilpferd hat Wahnvorstellungen. Aber auch ein Foto – so!

Papa und Mama haben mich beruhigt und mir den Mann auf dem Vordersitz gezeigt, zu dem die Hand gehört. Na gut. Der sah auch ganz nett aus und hat später sogar geschnarcht...
Ich habe aber mal lieber nicht geschlafen und die Sitzkante mal besser im Blick behalten. 
Ist aber nichts mehr passiert.

So, das war der erste Flug. 
Vom zweiten und den ersten Eindrücken aus Sydney schreibe ich später.

Bis bald,

Eure Theodora!

Donnerstag, 29. November 2018

Gedicht des Monats: Von Amphibien und Spinnen




Nun ja, wir wussten es ja gleich,
Dennoch werde ich leicht bleich.
Nicht wegen irgendwelcher Lapalien.
Nein, wir fahren nach Australien.

Dort leben meterlange Tiere
Und auch ziemlich komplizierte.
Manche sind giftiger als rote Beete
Und viel bissiger als Tante Käthe.

Spinnen – so groß wie ein Mops.
Passt Du nicht auf, gehst Du bald hops.
Schlangen, die Dich sofort beißen 
Und so ähnlich wie „Taiwan“ heißen.

Da unten heißen alle Leute Bruce,
Sagt so ein Blonder, der es wissen muss.
Doch neben Krokos, Haien, Schlangen,
Muss man auch vor Quallen bangen.

Tausend Tode kann man sterben. 
Doch zum Leidwesen der Erben,
Ist es am Ende halb so schlimm,
Weshalb ich frohen Mutes bin.

Denn wenn man immer Schilder liest,
Keinem Känguru ins Antlitz niest,
Wenn man morgens in die Schuhe schaut
Und niemand auf die Wange haut –

Dann wird am Ende alles gut.
Trotz gift‘ger Tiere und trotz Höllenglut.
Ein bisschen Abenteuer soll‘s ja auch sein.
Sonst blieben wir wohl gleich daheim...











Er heißt Heinz

Er war plötzlich da. Er stand einfach auf dem Flur.
Er heißt Heinz und ist ein Alpaka...

Denkt Ihr auch, daß das wie ein komischer Traum klingt?
Am Anfang dachte ich das auch. Traum. Komischer, merkwürdiger Traum.
Doch dann hat Heinz gemöpt.
Ich habe Mumps geholt. Auch, wenn ich nicht sicher war, ob wir einfach nur den gleichen Traum hatten: Er sah Heinz auch.
Immerhin. Entweder beide blöd geworden, oder Heinz war wirklich da...

Er war sehr nett. Spricht zwar nicht – hat uns aber angeboten, ein wenig auf ihm zu reiten.
Mumps hat sich nicht getraut. Ich schon.

Nachdem Heinz aber etwas in die Knie gegangen ist, habe ich beschlossen, wieder abzusteigen. Und abzunehmen.
Heinz hat sich nichts anmerken lassen. Aber irgendwie war er hinterher etwas kleiner, bilde ich mir ein. 

Doch so schön das Treffen mit Heinz auch war. Wir müssen schon wieder Abschied nehmen.
Denn wir packen heute und morgen geht es schon los.


Endlich Urlaub. Juchu!

Ich versuche gerade, ob das iPad funktioniert. Damit dann keine Überraschung lauert.
Scheint zu klappen, oder?

Also, bis bald,
Eure Theodora

Montag, 26. November 2018

Namengeben

Oh meine Güte, bin ich aufgeregt. In 5 Tagen geht es los. Ans andere Ende der Welt.
Na gut, da waren wir schon. Aber diesmal geht es zu den Beutelhopsern und zu den gefährlichsten Tieren, die es überhaupt gibt!

Da bin ich schon ziemlich aufgeregt...
Zum Beipiel gibt es da die giftigsten und auch die größten Spinnen der Welt. Wirklich.
Wir haben von einer gelesen – sie heißt Charlotte – die so groß wie ein Mops sein soll! Ein Mops!!! Das sind diese schnorchelnden HUNDE. Na prima. Aus Versehen drauftreten ist schonmal nicht möglich.

Jedenfalls habe ich schon ein bisschen Bammel vor den Achtbeinern. Keine Panik. Aber so ein bisschen Bammel schon.
Mumps fiepst allerdings schon bei Worten, die mit "Sp" anfangen. Neulich wollte Mama Spinat zum Mittag machen – "fiiiieeeep" und schon war er verschwunden.   

Und weil auch Papa nicht ganz spinnenfest ist, hat Mama uns ein Buch gekauft.
Was soll ich sagen? Es ist wirklich toll!
Ich habe es erst einmal allein gelesen, weil auch Bilder von Spinnen drinnen sind.
Aber dann habe ich Mumps kuriert... 
Das schwierigste war, ihn erstmal zum Sitzenbleiben zu überreden. Das Wort "Spinne" hat ihn fünf mal durch den ganzen Raum hopsen lassen.
Aber irgendwann ging es ganz gut.

Am Ende saß Mumps ganz ruhig und der Trick aus dem Buch klappt.
Man soll den Achtbeinern nämlich Namen geben. Am besten harmlose.
Mumps hat es nicht geglaubt. Aber er hat mitgemacht und sich Namen ausgedacht...

Jetzt hat er kaum noch Angst und will sogar Charlotte kennenlernen.
Charlotte? Die mopsgroße Riesenspinne? Wirklich?

Naja, da hätte ich jetzt schon doch Angst.
Sogar ziemlich große Angst.... Obwohl der Name wirklich schön ist.

Aber eine Riesenspinne???
Hilfe!!!

Ich bleibe dann besser mit Papa im Auto und warte, wenn Mama mit Mumps Erinnerungsfotos mit Charlotte macht.

Wir sind jedenfalls alle sehr aufgeregt – aus verschiedenen Gründen.

Wir es da unten so wird, werdet Ihr bald lesen.

Dann grüße ich Euch kopfüber aus Tralien. Hihi.

Bis bald,
Eure Theodora 

P.S.: Aber ein Bericht kommt vorher noch. Wir haben nämlich Besuch aus Südamerika bekommen...

Freitag, 16. November 2018

Hoch hinaus

Ich darf jetzt nix falsches schreiben. 
Und weil Nilpferde ja bekannt für ihre diplomatische Art sind...ach herrjeh, wie fange ich an?

Papa hat nie Zeit für mich. Ähm. Also natürlich verstehe ich das und es ist ja auch bald Urlaub und er hat ne Menge Arbeit und es ist ja auch nicht so schlimm... aber er ist schon schuld, daß ich hier nix posten kann – weil er die Fotos nicht rausrückt. So. 

Wir waren nämlich vor zwei Wochen unterwegs. Mama und Papa mit Freunden im Theater und wir zu viert im Hotel. Und das war spannend.

Da gab es eine ganze Etage für uns Kuschels. Echt! Mit Empore. Aus Glas.

Das war echt toll. Endlich mal schlafen, ohne "aus Versehen" als Kopfkissen herhalten zu müssen. Kein "ups, bist Du aus dem Bett gefallen?" und komischerweise auch nicht nassgesabbert... 
Aber: Irgendwie war es auch komisch, ohne Mama und Papa.

Am Abend danach haben wir dann doch irgendwie besser geschlafen. Trotz "Hast Du XXX gesehen? Ach, ich liege ja drauf – hihi".

Wir sind halt Kuschels und so ganz allein im Bett geht zwar – aber kuscheln ist schöner. Glas-Empore hin oder her.

Bis bald
Eure Theodora