Sonntag, 19. Juni 2016

Kuba – der Bericht (Teil 6)

Nun kommt also der letzte Teil unserer Urlaubsgeschichte...
Das ist ganz schön schwer, sich an alles zu erinnern. Ich hoffe, daß ich das nächste Mal wieder Netz habe und dann wieder gleich schreiben kann.

Jetzt aber los zum Endspurt:

Nachdem wir von Trinidad weggefahren sind, haben wir kurze Zeit später schon wieder einen Stop gemacht und eine Sehenswürdigkeit besichtigt. 

Warum heißen die eigentlich Sehenswürdigkeit? Und was sind Sehensunwürdigkeiten? Habe ich das schonmal gefragt? Ich denke das nämlich jedes Mal, wenn ich eine würdige Sichtung vornehme. Oder wie sagt man das? Würdig hin oder her. Das Ding war jedenfalls verdammt groß und vor allem hoch...
Den Turm haben früher so ganz fiese Fieslinge gebaut, um die Sklaven im Blick zu behalten. Echt gemein. Kann man sich heute eigentlich gar nicht vorstellen, oder? Daß man Leute festhält und die müssen machen, was man sagt. Krass! Wobei – wir müssen ja auch machen, was Mama und......ähm....jedenfalls hat man heutzutage eine sehr schöne Aussicht. Ohne Sklaven und böse Menschen.
Wir sind dann weitergefahen. Und zwar zur besten Zeit. Nämlich dann, wenn die großen Busse kommen und sehr merkwürde Menschen versuchen, die Treppe hochzusteigen, obwohl gerade deutlich sichtbar Menschen runterkommen und man nicht aneinander vorbei passt. Nee, nee, nee. Und weshalb diese Menschen "merkwürdig" sind, möchte ich nicht wissen. Die will ich mir einfach gar nicht erst merken. Nein!

Weiter ging es dann in eine Stadt, die wir wirklich nur zum Übernachten besucht haben. Die Hinfahrt zu unserem Quartier war so gruselig, daß wir glatt vergessen haben, irgendwas zu fotografieren. 

Und da war es wieder: Typisch Kuba. Einerseits war es in der Stadt ganz ganz schlimm. Und auf der anderen Seite hatten wir die nettesten Menschen in unserem Quartier, die wir auf der ganzen Reise getroffen haben. Die waren einfach nur nett – sogar zu uns Kuschels.

Es ging weiter in einen Ort, bei dem gleich nach der Ankunft Mamas und Papas Nerven blank lagen. Wir sollten dort zwei Nächte bleiben. Aber es gab da nix. GAR NIX! Nicht einmal in der Gegend ringsumher. Nichts!

Aber anscheinend sollte es so sein. Denn Mama und Papa haben sich einfach nur dort ausgeruht, viel gelesen und über die Menschen gestaunt. War vielleicht ganz gut so. Denn die nächste Stadt hat unsere letzte Kraft gebraucht.

Achja. Die Stadt mit dem "NIX" hatte doch ein bisschen was. Sie hieß Bayamo und dort waren lustige Tuben am Rand von der Flaniermeile. Die haben die Leute aus aufgeweichter Pappe gebaut, die dann in Tubenform getrocknet ist. Sieht toll aus. Und ist riesig!
Dann kam die letzte Stadt auf unserer Reise – Santiago de Cuba. Die ist groß, laut, dreckig, laut, hat Stinkeluft und ist laut. Auweia. Mama und Papa sind am ersten Abend fast verzweifelt. 

Aber wie immer in diesem Urlaub, haben die beiden die Stadt dann am nächsten Tag nochmal erobert und versucht, alles positiv zu sehen. Hat auch fast geklappt.

Hier gucken wir von einem Kirchturm auf das Rathaus, wo der Typ mit dem Geigennamen den Sieg seiner Truppen verkündet hat. 
Habe ich schon was zu Fidel geschrieben? Das ist ein ganz wilder Kerl gewesen, der lauter bärtige Männer um sich geschart hat, um andere Männer (ob die jetzt nen Bart hatten, weiß ich nicht) aus dem Land zu jagen. Muss irgendwas politisches gewesen sein. Oder Fußball. Männer kloppen sich ja immer nur wegen Politik oder Fußball. Oder wegen beidem...

Naja, Santiago hat uns alle irgendwie nicht überzeugt. Es hieß eigentlich, daß dort alles nur singt und tanzt und so. Also entweder waren wir immer zur falschen Zeit am falschen Ort, oder die Sänger und Tänzer waren gerade in den Ferien.

Und dann war auch schon das letzte Ziel in Sicht: Strand, Sonne, Wasser und ein Hotel voller Idi***n. Ich darf Idioten nicht schreiben, weil wir ja selbst dort gewohnt haben.

Wir haben also unser Auto weggegeben und sind mit der Kutsche zum Hotel gefahren. Das war nochmal schön und aufregend.
Aufregend, weil Mama so komisch rot angelaufen ist, als der Kutschen-Mann mit den beiden geredet hat. Wir wissen nicht, was er gesagt hat – aber Mama hätte ihn bestimmt bald von seiner eigenen Kutsche geschmissen, wenn er nicht aufgehört hätte...

Das Hotel war sehr schick. 
Aber die anderen Gäste waren echt komisch. 
Sollen sie auch ruhig. Wir waren nur drei Tage dort und konnten den Strand genießen.

Mumps und ich sind sicher, daß solche All-inclusive-Hotels eigentlich so eine Art Rattenkäfig in groß sind. Da sitzen irgendwo Forscher vor Bildschirmen und gucken, was passiert. Also zum Beispiel, wenn es plötzlich morgens keinen Alkohol mehr gibt, oder weniger Plätze zum Essen da sind, als Menschen... Oder wie lange es dauert, bis in der Sonne die Haut aufplatzt.

Die paar Tage waren schnell rum und schwupps, saßen wir schon wieder am Flughafen.
Es war ein echt merkwürdiger Urlaub – und diesmal echt mit "merken". Denn was wir alles gesehen haben, wird wohl sehr lange in unseren Kuschel-Köpfen bleiben. Und damit wir nicht allein mit den Geschichten sind, haben wir natürlich alles haaaaaarklein erzählt.
Im Herbst gibt es dann einen vollkommen anderen Urlaub. 
Da reicht ein Foto und den Text kann ich auch immer kopieren. Warum?

Na, seid mal nicht so neugierig. Das erfahrt Ihr schon noch rechtzeitig im Herbst ;)

Bis bald,
Eure Theodora

 

Montag, 30. Mai 2016

Gedicht des Monats: Was klappert da?



Ich möchte jetzt in Reimen wetten,
Daß ich ein Wort wie "Kastagnetten",
Schneller rückwärts buchstabiere,
Als Mumps oder eins der and'ren Tiere.

Und als ich gerade starten will,
Wird es ganz plötzlich todesstill.
Denn Kunigunde holt kurz aus
Und haut "N E T T E N G A T S A K" raus.

Ich will mich schon geschlagen geben,
Da seh ich Mumps den Finger heben.
Recht hat er, ich muss probieren,
Ob die Sau wirklich kann triumphieren.

Also hole ich jetzt selber Luft,
Da linkt mich Mumps, der miese Schuft.
Er ruft die Buchstaben so flott,
Als ginge er sonst selbst bankrott.

Jetzt reicht es mir mit diesen beiden.
Ich kann sie sonst ja echt gut leiden.
Doch lasse ich mich nicht wieder leimen,
Immerhin kann ich besser reimen. 




 

Donnerstag, 26. Mai 2016

Berch-Bekanntschaft

Das tolle am Berch ist ja auch, daß man mit anderen ins Gespräch kommt.
Nun ist das aber leider als kleines Kuschel etwas schwerer... 

Denn wir sind eigentlich zu klein. 

Und wenn wir bei Mama oder Papa auf der Schulter sitzen und fremde Leute anquatschen oder denen auf eine Frage antworten, dann gucken die Mama oder Papa immer so komisch an – als hätten die noch nie ein sprechendes Nilpferd gesehen. Tssss. 

Umso schöner ist es, wenn man dann plötzlich ein anderes Kuschel trifft, dem es genauso geht.

Es ist ja auch nicht so, daß es auf dem Berch keine anderen von uns gibt. Im Gegenteil.
Dort gibt es massenhaft Kuschels. Aber die leben in Gefangenschaft und noch streng nach Kuschelgesetzen. Also bloß nicht in Gegenwart von Menschen und auf gar keinen Fall im Hellen reden oder sich bewegen. Das lernt man schon auf dem Weg zur Nähmaschine...

Das ist auch das Traurigste am Berch: Die anderen dort zu sehen, bevor sie befreit werden.

Und das ist das Tolle am Berch: Es werden stündlich ganz viele Kuschels befreit. Und dafür geben die Menschen sogar sehr viel Geld aus. 

Jedenfalls hatten wir Glück und irgenwann waren wir plötzlich zu dritt.
 Ich habe gar nicht mitbekommen, wann es zu uns kam. Es war einfach da – ein Krokodil.

Gesprochen hat es noch nicht wirklich etwas. Nur ein bisschen gemiept und gebrummt.
Wahrscheinlich schämt es sich, weil es kleiner ist und anders aussieht als wir.

So ein Quatsch. Es ist doch egal, ob man bunt und klein ist, oder groß und grau. Wir sind doch alles Kuschels. Nee nee.

Wir haben uns auch sehr schnell angefreundet und werden es auch noch zum Reden bekommen. Also mindestens so gut wie Kunigunde.
Wir suchen auch noch einen Namen. Den hat es uns logischerweise auch noch nicht verraten. Ich bin für "Krokodil". Mumps auch – aber der bekommt nur "Krokomumps" raus. Soviel zum gut Reden...

Wo ich gerade Krokodil schreibe – es steht ja noch ein Kuba-Bericht aus.
Der kommt noch. Versprochen!

Ich gehe aber jetzt erstmal wieder mit nem Bilderbuch zu Krokodil. 
Heute ist der Bauernhof dran. Man muss ja erstmal die wichtigsten Worte zum Thema "Essen und Trinken" lernen! 

Oh, hoffentlich liest das Mumps nicht.

Also bis bald,
Eure Theodora

Mittwoch, 25. Mai 2016

Der olle Berch

Wir waren am Wochenende wieder auf dem Berch. Und eigentlich ist es ja immer das selbe. Irgendwie ist es dort gar nicht so kuschelgerecht.

Es gibt – zum Mumpsens Leid – ganz viel Tier zu essen. Auch wenn die gut getarnt als Würstchen angeboten werden. Und außerdem kommen wir da nie so gut ran. Die Bänke sind zu niedrig und es ist kaum Platz für uns Kuschels. 
Der kleine Mumps hat sogar den Aufstand geprobt...
...hat ihn aber niemand gehört. Naja.

Auch sonst gibt es nicht viel neues.
Die Lose sind immer noch voller Nieten. Da braucht man ja eigentlich nichts ziehen.
Und fürs Schiffchenfahren waren wir auch zu klein. Der Mann dort hat uns gar nicht bemerkt...
Die Heringe waren dieses Jahr auch noch nicht reif...
Naja, bei "Hau den Lukas" haben wir uns gar nicht getraut zu fragen...
Also eigentlich ist der Berch gar nichts für uns Kuschels.
Denkt Ihr.

Aber wir? 

WIR LIEBEN DEN BERCH!!! 

Deshalb sind wir nächstes Mal auch garantiert wieder mit dabei. Jawohl!

Und außerdem kann man tolle Freundschaften schließen.
Davon berichte ich aber später.

Habt einen schönen Tag,
Eure Theodora 

Montag, 16. Mai 2016

Kuba – der Bericht (Teil 5)

Naja, das mit dem Reifen hatte Papa ja ganz gut raus. Und als er gerade so dabei war – direkt nach dem Frühstück konnte er ja nicht ganz so schnell – hat ihm ein Kubaner einfach das Werkzeug weggenommen. Bitte? Nicht gefragt. Nix gesagt. Einfach genommen, Papa weggeschoben und losgelegt...

Also das war ganz schön komisch. Irgendwie sah der auch gar nicht mal so freundlich oder gut gelaunt aus. Eher so, als hätte ihm gerade jemand gesagt, daß er wegen uns ein wichtiges Baseball-Spiel verpasst oder so. Dabei war es ja noch früh am Tag. 

Wie auch immer. Er hat gekurbelt, geschraubt und war fast fertig, als er alles wieder rückwärts gemacht hat und weglief. Also das alte Rad war noch drauf... Mmmhhh. Komisch.

Dann kam er mit einem uralten Stück Holz wieder und hat von vorne angefangen. Diesmal mit dem Stück Holz unter dem Wagenheber. Aha. Weil das Auto bergauf stand, war alles etwas schwierig und der Heber zu kurz. Deshalb alles nochmal. Und schwupps war er auch schon fertig. Sah aber immer noch nicht freundlicher aus.

Papa hat sehr große Augen gemacht, als der Mann das olle Stück Holz (es war ein ordentlich dicker Balken, liebe Theodora) in unseren Kofferraum gelegt hat. Und schon war er fort.

Wir dann auch. Nach Santa Clara. Was es denn da wohl tolles geben würde? Wir waren gespannt.

Doch bevor es richtig losging, mussten wir noch das kaputte Rad reparieren lassen. Hat ein bisschen gedauert. Aber es hat alles geklappt.

Und damit es nicht nur von Stadt zu Stadt ging, sind Mama und Papa mit uns noch an einen Wasserfall gefahren. Klar – wenn schon Natur, dann muss auch ein Wasserfall dabei sein... Naja, Mama sucht ja auch die Wege raus. Und sie liebt Wasserfälle.
Und irgendwie sind die ja trotzdem immer wieder hübsch anzugucken...

Auf dem Rückweg der kleinen Wanderung haben wir dann Kubas größte Schlange in den Bäumen gesehen. Das war ein bisschen gruselig. Da wollte Mumps gar nicht aus dem Rucksack kommen. Und ich musste ihn ganz dringend trösten. Und das geht am besten auch im Rucksack...brrr...

Irgendwann waren wir dann auch in Santa Clara.
Aber dort war jetzt nicht sooo viel tolles. Irgendwie muss da vor 58 Jahren viel mehr losgewesen sein. Hat Papa gesagt. Und nun liegt da irgendwas von irgendwem in einem Mausoleum. Ich habe da nicht so zugehört. Aber Mausoleum klingt eher wie eine Tierhandlung.

Im Hotel waren ganz komische sehr stille Männer, die auf Echsen gestarrt haben. Echt merkwürdig.
Nachdem Santa Clara nicht so spannend war, ging es auf nach Trinidad. Nein, nicht die Insel. Es gibt eine Stadt auf Kuba, die auch so heißt. 

Und da war es schon deutlich toller.
Die hatten dort Türme und ne schicke Stadt war es auch.
Nachdem Mama und Papa nicht an die Glocken im Turm fassen durften, habe ich den Job übernommen. Verbote sind für Menschen da – nicht für Kuschels, hihi.  
Der Ausblick von dort oben ist aber echt auch nicht zu verachten.
Vor allem bei Sonnenuntergang. 
So langsam fühlte es sich doch etwas nach Urlaub an...
Da es aber doof war, nur in der Stadt zu hocken, sind wir dann auch einmal in die Berge gefahren. Der Weg war ein bisschen holperig. Naja, ein bisschen stimmt nicht – die Straße war eigentlich nicht mehr da und Papa war beim Schimpfen lauter als das Radio...

Wenn man oben ist, ist es trotzdem schön.
In den Bergen kann man wandern, was aber nicht soooo einfach ist. Wir haben aber eine kleine Wanderung gefunden, die für Mensch und Kuschel gut gepasst hat. Wir waren im "Garten der Giganten". Hui!
Das war jetzt natürlich nur die kurze Kurzform von dem, was wir in Trinidad erlebt haben.
Wir waren drei Tage dort. Und da erlebt man schon eine Menge.

Und weil das zu viel zum Merken ist, muss ich Mama am Abend immer erzählen, was wir alles erlebt und gesehen haben. 
Mach ich aber gern. Bin ja auch noch etwas jünger, hihi.

So, das war Teil 5 – ein bisschen weiter geht die Geschichte aber noch. 
Seid ihr neugierig?

Fortsetzung folgt....

Bis bald,
Eure Theodora

 
 

Samstag, 30. April 2016

Gedicht des Monats: 2 für 1 und ganz umsonst


Im März hab ich's Gedicht verpennt,
Weil oft zu schnell die Zeit wegrennt.
 Das geht den Kuschels wie den Leuten.
Dennoch hab ich es sehr bereut, denn

Ich will Euch eine Freude machen.
Ihr müsst nicht über jedes lachen.
Doch mit Lyrik will ich Euch versorgen
Zu Themen von heute und übermorgen.

Nun schulde ich Euch ein paar Verse.
Das ist meine Achillesferse.
Denn wie soll ich es jetzt noch packen,
Nachträglich ein Gedicht zu backen?

Den Trick zeigt mir das Marketing,
von Firmen, wie dem Burger-King.
Der König der Maximal-Bulette,
Verkauft 2 für 1 in seiner Kette.

Nun ist in dem Gedicht noch Luft,
Für ein anderes über den Duft.
Aufgepasst und hingehört
Und wehe dem, der jetzt hier stört:

Es war warm und in der Luft,
Hing ein ganz besonderer Duft.
Ich konnt' ihn nicht beschreiben
Und auch nicht vertreiben.
Mumps hat gepupst – der Schuft.

Ich hoffe, Ihr seid jetzt zufrieden.
Mehr habe ich auch nicht zu bieten.
Ihr habt jetzt ein 2-in-1-Gedicht.
Sogar umsonst – mehr geht wirklich nicht.



Kuba – der Bericht (Teil 4)

Also, die weiteren Tage haben uns Kuschels eigentlich ganz gut gefallen.
Die nächste Stopp war in Cienfuegos – eigentlich eine nette Stadt. 
Mama und Papa haben zwar die lustigen und ausgelassenen Menschen vermisst, die dauernd tanzen und Musik machen. Wir fanden das aber gar nicht so schlimm...

Wir haben einen gaaaanz langen Spaziergang gemacht und sind dann auf eine Dachterrasse gegangen und hatten einen tollen Ausblick... 
...auf ein drohendes Unwetter...
Mama und Papa waren so schnell mit uns wieder von der Terrasse unten und in einem sehr windigen Taxi auf dem Weg zurück ins Zimmer. Zum Glück. Denn dann hat es geschüttet und gegossen. Himmel!

Naja, so konnten wir dann das erste Souvenir ausprobieren.
In der Nähe von der Stadt gab es eine Lagune mit Flamingos.
Lustig war, daß wir über zwei Stunden warten mussten, damit uns ein Guide einen fünf-Minuten-Weg entlang führen konnte. Komische Leute dort.
Dann ging es auf ein Boot. Naja, eher eine Nussschale. Ohne Schwimmwesten und mit viel Gewackel.
Wir waren heilfroh, daß wir nicht alle untergegangen sind. Vor allem, weil das Wasser soooo trüb war. Hui.
Aber die Angst hat sich gelohnt – wir haben Flamingos gesehen. Die sind putzig...
Und dann war auch schon wieder die Zeit rum und wir mussten weiterziehen.
Aber nicht, bevor nicht noch ein platter Reifen zu wechseln war. Na prima!

Und was uns dann noch so alles passiert ist, schreibe ich Euch bald im fünften Teil.

Bis dann,
Eure Theodora
 

Montag, 18. April 2016

Die schweigsame Oktopodin

Mama und Papa waren am Morgen weg. Einfach so. Ohne uns. Nach Erlangen.
Hallo? Wir fahren doch immer mit. Immer!

Wir haben also gewartet, gewartet, gewartet... Und am Abend waren sie wieder da.

Aber nicht allein. 

Allerdings haben sie uns einen Tag lang nicht erzählt, wer mit ihnen zusammen nach Hause gekommen ist. Kein Wort. Totale Geheimniskrämerei.

Warum? Was kann denn so schlimm sein, daß man seinen Kuschels nichts davon erzählt?

Gestern haben sie  uns dann alles gesagt. Wir haben eine neue Mitbewohnerin. Und sie ist anders als wir.

Ja? UND? Was soll das denn heißen?

Wir sind doch alle anders. Also wirklich! Das ist doch albern!

Doch dann haben sie uns die ganze Wahrheit gesagt. Sie heißt Elvira.
Naja – so schlimm fanden wir den Namen nun nicht. Achso. Sie meinten nicht den Namen.

Sie heißt also Elvira und hat außerdem – Obacht, nicht erschrecken – acht Arme!

OOOhhh. Na toll. Mama? Papa? Alles gut bei Euch? 
Was ist denn schlimm an acht Armen? Da kann man sich wenigstens immer kratzen, wenn es juckt. Auch, wenn man nebenbei mit sieben Bällen jongliert...

Aber. Jetzt kam das wirklich unheimliche: Elvira hat ROSA Fell!

Na, das ist wirklich ein Härtefall. Rosa! Damit kennen wir uns aus.
Kunigunde ist rosa und manchmal kann das ganz schön in den Augen brennen.
Aber nur, wenn die Sonne direkt auf sie scheint...

Blödsinn. Manchmal sind Eltern ganz schöne Rassisten. Nee nee nee.

Alles kein Problem! Wir mögen alle Kuschels.
Ein klitzkleines Problem haben wir allerdings doch. Elvira – also sie sagt selbst so etwas ähnliches wie "Ellllfiiirrrrra" – spricht kein deutsch. Sie spricht fränkisch! Genaugenommen nürnbergerisch. Allmächdd! Na, das wird was werden.

Die anderen verstehen kein Wort. Außer Kunigunde. Aber wenn sie übersetzt, verstehen wir sie nicht, weil nur "oink, geoinkt und oinkig" rauskommt.

Das kann lustig werden. Wir werden mit der rosa Oktopodin noch unser blaues Wunder erleben.

Aber mögen tun wir sie schon. Sehr sogar.

Bis bald,
Eure Theodora

Sonntag, 17. April 2016

Kuba – der Bericht (Teil 3)

Es tut mir leid, daß der Bericht erst so spät weitergeschrieben wird. Aber der Weg zur Schweinebucht war soooo abenteuerlich und das Ziel...naja...das Ziel war eben die Schweinebucht...dazu später mehr. Beginnen wir mit dem Abenteuer:

Eigentlich hat die Fahrt ganz nett begonnen. Das Tal ist wirklich schön und die Straßen waren noch O.K. – und das bedeutet in Kuba, daß die Stege zwischen den Löchern manchmal sogar Autobreite haben.

Allerdings sagte Papa irgendwann, daß dieses eine Geräusch irgendwie anders klingen würde. Nun waren eigentlich alle möglichen Geräusche gleichzeitig und immer zu hören. Aber neben dem Rumpeln und dem Fahrtwind gab es noch ein anderes... 

Papa fuhr mit uns rechts ran und sprang total begeistert aus dem Auto und um das Auto rum – sein erster Platten. Juchu! Endlich konnte er Mama beweisen, daß es für ihn eine Kleinigkeit ist, ein Rad zu wechseln. Jawohl! 

Daß wir ihm geholfen haben, verraten wir Mama nicht...  

Als das Rad gewechselt war, hat Papa den Wagenheber runtergedreht und... UND! UUUUUND, das Reserverad war platt. Keine Luft. Nix.

Nun war Papa nicht mehr so begeistert und mit der wenigen Luft, die er selbst noch hatte, hielt er ein Auto an, um nach einer Luftpumpe zu fragen. Also, das hatte er vor. 

Allerdings wussten wir alle nicht, was "Luftpumpe" auf spanisch heißt. Naja.

Es war heiß. Der nette Kubaner hat dann einen Fahrradfahrer (auf der AUTOBAHN!) angehalten und irgendwie fuhren wir dann mit dem platten Rad langsam in den nächsten Ort und suchten einen Luft-Mann.

Um es kurz zu machen: Mit neuer Luft fuhren wir weiter und holten uns ein neues Rad.

Zur Schweinebucht sind wir dann auch noch gekommen. Es war schon dunkel und Mama und Papa suchten sehr lange unser Hotel. 

Die Laune von uns alles war suuuuper. Und wenn man sich gut versteht, braucht man auch nicht viel zu reden...

Also sind wir ohne Worte in unser Zimmer. Was soll ich sagen? Die Kubaner sind sehr aufmerksam und haben uns als kleine Aufmerksamkeit ein eigenes Haustier aufs Zimmer gesetzt: 
Wir haben beschlossen, daß Frösche nicht drinnen schlafen sollten und besorgten ihm einen Außenschlafplatz...

So, jetzt waren wir also an der Schweinebucht. Kunigunde hätte sich bestimmt hier wohl gefühlt. Aber wir anderen sind ja nunmal keine Schweine und haben den Reiz an der Sache irgendwie nicht ganz durchschaut.

Auch nicht, als wir stundenlang durch dichtes Dickicht gefahren sind und in einer müffelnden Lagune nach Piepmätzen geguckt haben. Soooo spannend war das nun auch nicht.
Na gut, zwei Nächte sind ja auch schnell vorbei und immerhin waren die Hotel-Menschen ja teilweise recht nett. Also zumindest die Zimmerdamen. Nach dem äußerst lebendigen Frosch haben sie versucht, uns mit etwas lebloseren Schwänen aufzumuntern.
Half aber alles nix. Mama und Papa hatten die Nase voll. Denn die beiden mussten wirklich schlimme Sachen beim Essen erlebt haben... Kulinarischer Terror oder so.

Jedenfalls ging es dann auch irgendwann weiter. Und viel schlimmer konnte es ja nicht mehr kommen. Oder?

Das erfahrt ihr im nächsten Teil.

Ich muss jetzt noch jemanden kennenlernen, hat Mama gesagt.
Da bin ich schon sehr gespannt. Mal sehen, was die beiden gestern aufgesammelt haben. 
Die waren nämlich in Erlangen und Nürnberg – ohne uns...

Also, ich muss los.

Bis bald,
Eure Theodora

Samstag, 2. April 2016

Kuba - der Bericht (Teil 2)

Bevor ich vom Viñales-Tal erzähle, muss ich erstmal schreiben, wie empört ich auf der ersten Fahrt war... Nee, sowas. Da waren doch glatt die Schnecken wieder an Bord!!!
Das muss man sich mal vorstellen! Wir mussten wochenlang betteln und Ta.Lo. musste sich einschalten, damit wir überhaupt mitfahren dürfen – und die sind einfach DA. Menno!

Naja, so wird es wohl immer sein. Auto-Schnecken haben eingebaute Vorfahrt. Pfffff.

Also: Viñales-Tal.

Da war es vielleicht schön. Richtig Natur und reine Luft und sattes Grün und Pferde.
Na gut, Pferde gab es auf Kuba ja immer und überall.
Aber auf diesen Pferden durften sogar Kuschels reiten...

Und das war echt soooo toll.
Wir haben dort diese tollen Berge gesehen, die wirklich ganz besonders sind. Wie sehr große Ameisenhügel. Nur größer. Und grüner. Und ganz anders als Ameisenhügel. Aber schön.

Dann waren wir noch bei einem Bauern und Mama und Papa haben dort rumgetrunken. Wir haben lieber die schöne Gegend angeguckt...
Leider mussten wir nach zwei Nächten wieder weg von dort.
Noch ein letzter Blick in die Gegend...
...und wir waren auf dem Weg zur Schweinebucht.
Was uns da passiert ist? Das erzähle ich Euch im nächsten Teil.

Also, bis bald und einen schönes Frühlingswochenende,
Eure Theodora
 

 

Sonntag, 27. März 2016

Kuba – der Bericht (Teil 1)

So, nun sind wir ja wieder lange Zeit zu Hause und haben den Jetlag weggepennt.
Ja und jetzt versuchen Mumps und ich uns zu erinnern, was wir alles erlebt haben. Das wird nicht einfach...

Es war jedenfalls ein ganz anderer Urlaub als sonst. 
Ganz anders. Wir hatten am Ende sogar Angst, daß wir nicht mehr nach Hause kommen. Denn Papa wurde gefragt, ob er allein reisen würde. Eine falsche Antwort und schwupps, säßen wir jetzt noch mit Mama am Flughafen. 
Die sind dort nämlich echt streng und können auch gar nicht über eine lustige Antwort lachen. Oder dürfen nicht.

Aber der Reihe nach:

Der Flug war eigentlich angenehm. Ruhig. Etwas lang. Aber schön ruhig.
Ist es immer im Rucksack. Im Gepäckfach. Im Dunkeln...
Vielleicht dürfen wir irgendwann ja mal wieder mit auf die Sitze. Aber wir meckern ja nicht. Niiieee.

Die Ankunft war schon anders als sonst. Laut. Sehr laut und es roch plötzlich wie Tankstelle und Oskar am Auspuff. Wir hatten echt Angst um unser Fell. Wir setzen nämlich schnell Ruß an.

Dann fuhren wir nach Havanna. Huch, das sah aber schon komisch aus. Soviel Beton und dann noch alt und kaputt.

Nochmal anders: Kein Hotel. Dafür ein hübsch kleines, leicht klebriges Zimmer, das sehr stark nach Diesel gerochen hat. Diesel. Klar. Gibt ja sogar Duftbäume, die nach Diesel riechen. Scheinbar mögen das die Kubaner. Falls sich jemand fragt, wer die kauft – ich wüsste wen. 

Mama und Papa waren komischerweise ganz still und sind dann früh ins Bett. Naja. Bett kann man nicht sagen. Es sah zwar so aus...aber es war nicht zum Schlafen gedacht. Eher zum angucken und staunen. 


Am nächsten Tag wurde es besser. Stadtrundgang mit einem netten Kubaner.
Der hat uns in den alten Teil Havannas mitgenommen. Dort standen sogar relativ ganze Häuser und Festungen und sowas rum. Also zwischen den Ruinen.

Ein paar Fotos haben wir auch gemacht.

Das war ja schonmal alles ganz nett.
Aber irgendwie war das noch nicht das richtige Kuba mit Musik und fröhlichen Menschen.
Eigentlich auch nur eine Großstadt mit vielen kaputten Häusern. Naja.
Wir haben auch nicht im Zentrum gewohnt. Vielleicht wäre es ja am Abend noch lustiger geworden.

Jedenfalls waren wir froh, daß es am nächsten Tag dann raus in die Natur ging. Endlich. Das richtige Kuba. Leider erst mit Umweg über den Flughafen, um unser Auto zu holen. Laut. Laut. Laut. 

Aber dann ab auf die Piste.
Gut, daß wir uns nicht unsere Zunge abbeißen können. MEIN GOTT, sind da viele Löcher auf der Autobahn. 

Und dann halten plötzlich Menschen tote Tiere in den Weg. 

Mumps war studenlang nicht ansprechbar...

Ein gutes Stück vor unserem Tagesziel haben wir noch eine Wanderung zu einem – tataaaa – Wasserfall gemacht. Das war ganz nett und hat den kleinen Mumps wieder auf andere Gedanken gebracht.
Was wir dann im Viñales-Tal gemacht haben, erzähle ich im zweiten Teil.
Bald. Ganz bald. Bestimmt.

Bis bald und schöne Ostern,
Eure Theodora