Donnerstag, 13. Dezember 2018

Sand, Sand, Sand

Mmmhhh, heute weiß ich gar nicht so recht, was ich schreiben soll.
Mitten in der Nacht klingelte der Wecker und wir mussten los.
Dabei war es gestern totaaal spät. Durch den Stau kamen wir ja schon spät an. Und dann musste Mama noch alles umpacken, weil wir nur wenig Gepäck mit auf die Insel nehmen durften... 
Also nachts ins Bett, immer ein Auge an die Decke wegen der Spinnen und nachts wieder aufstehen. Puh.

Wir sind jetzt auf der größten Sandinsel der Welt. Hier ist aber auch immer alles am größten oder tollsten. 
Schön ist es hier. Aber die Busfahrer sollten mal besser über, ruckelfrei zu fahren.

Heute konnte ich keine Bilder machen. Vielleicht morgen wieder.
Allerdings geht es wieder mitten in der Nacht los. Die Australier schlafen anscheinend gar nicht.

Ach ja: Hier gibt es frei rumlaufende Dingos. Da kann Papa mich nicht einfach so in den Sand setzen. Die würden mich sofort wegschleppen und zerkauen.

Vielleicht klappt es ja morgen trotzdem irgendwie.

Bis bald,

Eure Theodora 

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Pfui Spinne

Die Aufregung endet nicht...
Eben sind Papa und mir die Füllungen verklumpt. Ach nee - bei Papa ist das Blut in den Adern gedingst... na... ähm...gefroren...
Wir haben eine Spinne an uns vorbeirasen sehen, die war so groß wie ein Bierdeckel (für meine fränkischen Leser: Bierfilzla). Ach Du meine Güte. Riesengroß und schnell wie der Blitz! 
Und dann kam das Schlimmste vom Schlimmen: Unser Hotelportier hat es gut gemeint und gelüftet. Die große große Schiebetür stand sperrangelweit offen. Die ganze Zeit. Ich mache garantiert heute Nacht kein Auge zu. Papa wohl auch nicht...

Aber das war der schreckensreiche Abschluss eines wundervollen Tages.

Der Reihe nach.
Ich habe gestern Abend noch Abschied von den Wallabies auf unserer Wiese vor dem Balkon genommen. 

Die waren da jeden Abend. Da war ich schon traurig, daß wir nur zwei Tage dort waren.

Heute morgen ging es dann los. Etliche Stunden Fahrt mit Staus ohne Ende (in Australien?).

Aber zwischendurch waren wir noch in einem Park, in dem es hunderte Kängurus gab. Leider sind beim Versuch, die mit Mumps und mir zu fotografieren, immer weggehopst. Schade. 
Neben Kängurus gab es aber auch noch Koalas. Die zu finden ist aber so leicht, wie rechtzeitig vor Abgabe der Steuerunterlagen die Klempner-Rechnung wiederzufinden... Also fast unmöglich.

Papa hatte gerade die Unmöglichkeitswahrscheinlichkeit in blumige Worte verpackt und danach prompt einen entdeckt. Hihi. 
Die sind sooooo toll. 
Ich habe den kleinen Kerl mal eingekringelt, damit man ihn ungefähr erahnen kann. Die sind nämlich total schwindelfrei und ganz weit oben im Baum.

Na gut, hier noch eine Aufnahme von Papa. 
Niedlich, oder?

Ja und dann kamen die Staus und die Spinne.
Aber die tollen Erinnerungen überwiegen.

Morgen geht es auf eine Allrad-Abenteuer-Tour auf eine Insel.
Mal sehen, ob ich da was posten kann. Bin noch nicht sicher. Mal sehen.

Jetzt gehe ich ins Bett. Mit offenen Augen. Und Taschenlampe...

Bis bald,
Eure Theodora


Dienstag, 11. Dezember 2018

Was vor dem Wasserfall kam



Also Leute, heute war was los. Also wirklich. Ich bin noch totaaaaal aufgeregt. Nein, nein, nein.
Wir waren wandern. Und eigentlich ist es ja so, daß man so läuft und läuft und nix passiert. Und irgendwann am Ende kommt ein Wasserfall und man läuft zurück...
War auch heute so. Aaaaaaber: Gleich am Anfang war alles anders.

Wir waren noch nicht lange unterwegs und da war sie.
Eine riiiieeeesige Schlange.

Eine Python. Keine Ahung, was für eine genau. Aber eine sehr große. Da hätten Mumps und ich quer reingepasst. Das war ganz schön gruselig.
Aber auch toll, weil die schon sehr sehr schön aussehen.

Eigentlich hätten wir ab da wieder umdrehen und nach Hause gehen können. Fehlten nur noch die Wasserfälle. Also ging es weiter. Und es war wirklich noch sehr schön.
Die Ausblicke hier sind wunderschön.


Ja und einmal wilde Tiere hat nicht gereicht. Es kamen noch riesengroße Eidechsen um die Ecke. Einmal ohne Schwanz...

...und einmal mit.

Die werfen den ja immer so achtlos weg. Nur, weil sie es können und der wieder nachwächst. Angeber.
Ja und dann waren wir irgendwann am Wasserfall. Also schräg davor. Also ein Wasserfall-Ausguck halt.

Und wie bei fast jeder Wanderung, ging es nach dem Wasserfall vollkommen unspektakulär nach Hause.... Für mich hat es aber gereicht. Wir haben eine Python gesehen. Und was für eine große!!! Wahnsinn.

Mumps ist irgendwie so ruhig geblieben. Eigentlich ist der ja nun alles andere als mutig. Aber diesmal hat er nichtmal gefiept. Komisch. Ihm scheint das hier gutzutun. 

Ich muss mich zur Beruhigung erstmal hinlegen. Bin noch ganz zitterig.
Was soll das erst bei giftigen Schlangen, riesigen Spinnen oder Krokodilen werden?
Ich glaube, ich werde alt.

Bis bald,
Eure Theodora

Montag, 10. Dezember 2018

Ein Tag ohne Netz

Ich habe gerade kein Netz, deshalb schreibe ich nur kurz auf, was passiert ist und schicke das einfach später. Und dann gleich danach das, was heute passiert ist.
Kompliziert. Vor allem, weil ich heute (also gestern) beginne.

Also, das ist gestern passiert:

Der Weg zur nächsten Unterkunft war wieder nicht sonderlich weit. 
Deshalb die gleiche Prozedur wie am Vortag: Gleich wieder raus aus dem Auto und auf Erkundungstour. Diesmal waren wir an einem Leuchtturm.

Und von da ging ein Weg ans östlichste Ende von Australien.

Toll. Fehlen also nur noch nördlichster, westlichster und südlichster, südöstlichster, nordöstlichster, nordwestlichster und südwestlichster Punkt. Das schaffen wir, oder?

Die Ecke neben der Ecke vom Kontinent sah aber auch ganz hübsch aus.

Dann ging es weiter. Wie gesagt, lag unsere Unterkunft ja nicht so weit weg.
Aber damit es nicht zuuuu schnell ging, haben die australischen Straßenbauer mal eben eine Straße gesperrt, ohne was zu sagen oder ein Schild aufzustellen. Mmmmhhhh. 

Umwege sind ja manchmal auch hübsch. Oder dauern eben länger. Wenigstens einen Punkt konnte diese Umleitung davon erfüllen.

Weil wir trotzdem noch zu früh waren, sind wir noch in einen Nationalpark und haben – tataaa – Wasserfälle (und Landschaft) angeguckt. War aber wirklich toll. Ich packe einfach mal die Fotos hier drunter.




Auf dem Weg ins „Hotel“ haben wir noch dutzende (also viele, nicht welche, die nicht „Sie“ sagen können) kleine Kängurus gesehen. Das war toll. Für ein Foto sind die aber zu schnell weggehüpft. Und wie.

Tchja, und dann haben wir Kuschels gemerkt, was für Vorteile so ein Kuschelleben hat. Wir bekommen nämlich keinen Hunger. Mama und Papa schon. Also nix wie in die Unterkunft, in der der alte Mann an der Rezeption meinte, daß es nichts zu essen gibt und ob die beiden etwas dabei hätten. Dabei hatten Mama und Papa nur lange Gesichter, die sie auch gleich mal zur Feier des Tages aufgesetzt haben....

Das war der erste Tag.

Und nun zu heute:

Es war die schaukeligste und kurvigste Fahrt, die wir je hatten. Also soweit ich mich erinnern kann. Stundenlang ging es bergauf und durch engste Straßen, bis wir endlich im Paradies waren.

Hier hüpfen ganz viele Kängurus und noch mehr bunte Papageien umher. Die einen sind echt süß und die anderen verdammt frech. Auf ein Foto mit denen traue ich mich nicht. Die beißen mir am Ende ein Ohr ab...

Zwei kleine Wanderungen hatten wir auch noch.
Wir waren auf einem Baumkronenpfad (also so hieße das bei uns) auf Hängebrücken unterwegs. 

Ganz schön spannend. Und da gehts echt tief nach unten...

Die zweite Wanderung ging zu einem Wunschbaum. 

Was ich mir gewünscht habe, darf ich nicht verraten. Aber der Baum war auch so toll. Man konnte sogar durch ein „Fenster“ nach draußen gucken.

Auf dem Rückweg haben Mumps und ich auf einer Liane geschaukelt. Wir haben ein Video davon, wissen aber nicht, ob Ihr das sehen könnt. 

Jetzt geht es ins Bett. Wir sind ganz schön müde. Mussten uns ja die ganze Zeit in die Kurven legen. Das ist ziemlich anstrengend.

Bis bald,
Eure Theodora

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Samstag, 8. Dezember 2018

Ausblicke und junge Menschen

Bruce macht mir zwar manchmal noch ein bisschen Angst. Aber wir kommen klar.
Eigentlich ist er sogar recht nützlich. Denn wenn wir mit Mama und Papa einen Ausflug machen, passt er aufs Auto auf. Und wenn eine Kakerlake auf der Armaturenbrett  sitzt, wagt sich ganz sicher kein böser Junge (oder böses Mädchen natürlich) an den Wagen...
Heute hatten wir einen eher kurzen Weg. Deshalb gab es gleich nach der Abfahrt einen Spaziergang auf eine Seebrücke. 

War echt hübsch dort. 
Und weil Mama und Papa scheinbar Auslauf brauchten, sind sie noch den nächsten Berg hoch und wieder runter. 
Zum Glück – denn von da hatten wir einen wundervollen Blick und haben sogar Delfine gesehen. Toll!
Jetzt sitzen wir mal nicht in einem Hotel, sondern in einer Cabin. Das ist irgendwas zwischen Hotelzimmer und Camping. Eine Art Container. Merkwürdig. Ich fühle mich irgendwie wie ein Auto, das nach China verschifft wird. Nur ohne Seegang.

Mal sehen, ob wir schlafen können. Denn der nächste Ort ist ein Treffpunkt für alle jungen Leute, die jemals von diesem Ort gehört haben. Mama sagt Hippies dazu. Aber eben keine echten, sondern junge Leute halt, die denken, daß sie so tun müssen, als seien sie so, wie sie in Wirklichkeit gar nicht sind. Nur cooler eben.
Hä? Was wollte ich sagen? Ich habe wirklich nicht inhaliert, als die vorbeigelaufen sind. Aber ein bisschen von der Dusseligkeit ist übergesprungen....
Jedenfalls schlafen etliche von denen hier auf dem selben Platz wie wir. Wenn wir schlafen. Könnte laut werden....

Dann mal bis bald,

Eure Theodora

Freitag, 7. Dezember 2018

Krabbelgetier

Du meine Güte. Ich hab ja schon viel über die Tiere in Australien gehört. Aber wenn man dann das erste Mal auf eins von denen trifft, ist es schon was anderes, als im Fernsehen...
Als es gestern unterm Bett gerumpelt hat, habe ich mir nicht viel dabei gedacht.
Doch plötzlich sah ich da was drunter krabbeln und traute meinen Augen nicht. Das konnte doch unmöglich... Oder doch?
Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und schnappte mir noch schnell ein Bein und zog den ungebetenen Gast unterm Bett hervor.
Ach Du Schreck!!! 
Es war eine Kakerlake. Und was für eine große!
Mumps und ich machten erstmal einen Satz zurück und beobachteten dieses riesige Insekt und warteten, ob es sich auf uns stürzt oder abhaut.
Tchja, weder noch. Er guckte uns unschuldig an und meinte, daß wir ganz schön mutig wären. Normalerweise hätte er uns unters Bett ziehen können und dort.... weiter hat er nicht gesprochen. Er hat nur noch gefragt, ob wir Skat oder wenigstens MauMau können.

Wir haben uns nicht getraut zu sagen, daß wir keine Karten mitgenommen haben. Uns war das irgendwie zu gefährlich. Wir haben ihn lieber erstmal in ein Gespräch verwickelt und gefragt, wieso er so gut deutsch kann und wie er hieße.
Natürlich hieß er Bruce. War ja klar.
Aber über seine Deutschkenntnisse hat er geschwiegen. Noch.

Er will nämlich erstmal ein bisschen mit uns mitfahren. Klar. Gern.
Denn als wir kurz überlegt haben, hat er das Maul weit aufgerissen und so getan, als ob er nur gähnen müsste. Naja, ich weiß ja nicht.

Wird jedenfalls echt spannend. Kakerlaken. Tssss.

Viel spannenderes haben wir nicht erlebt. 
Aber für mich ist das schon spannend genug. Ehrlich wahr.

Mal sehen, wie das so weitergeht. 

Ich werde berichten. Versprochen.

Bis bald,

Eure Theodora

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Schon wieder Wasserfälle...

Heute war es endlich soweit: Die Tour beginnt. Wir sind ab jetzt unterwegs und raus aus der Großstadt. Juchu!

Allerdings hieß das erstmal, daß Mama und Papa einen Wagen brauchten, den sie dann auch abgeholt haben. Manno, hat das gedauert... 
Dann waren wir auch bald auf der Straße. Papa hatte irgendwie so einen angespannten Gesichtsausdruck. So wie auf dem Klo – nur ganz anders. Und ohne schlecht riechen. Angeblich hat es an dem aufregenden Stadtverkehr gelegen. Und daran, daß die hier wieder einmal auf der falschen Seite fahren. Und an der unglaublichen Größe dieses Monsterungetüms. Der Wagen ist aber wirklich riesig. Da braucht man beim Einsteigen einen Kompass. Apropos einsteigen: Papa hat sich erstmal auf den Beifahrersitz gesetzt und blöd geguckt, daß kein Lenkrad da war. Ist eben wirklich alles verkehrt herum. War lustig. Jedenfalls für uns.

Wir sind jedenfalls heil aus der Stadt gekommen. Die Strecke zum nächsten Ziel war nicht lang und deshalb hat Mama noch eine Wanderung rausgesucht.
Die war spannend, weil wir uns ein bisschen verlaufen haben und Papa plötzlich Angst vor Krokodilen hatte. Dafür gab es aber schöne Wasserfälle... 

Jaja, es wird wohl wieder ein Urlaub mit Wasserfällen. 
Aber schön sind die ja schon.

Jetzt sind wir im Hotel und morgen früh geht es schon weiter. Die ersten Tage machen wir „Strecke“. Also wir fahren mehr oder weniger einen großen Abschnitt und bleiben nur immer eine Nacht. Klingt ganz schön stressig. Aber wie ich Mama kenne, wird sie trotzdem immer wieder einen Wanderung einbauen. Dann wird es nicht so langweilig.

So, jetzt muss ich nochmal kurz unters Bett schauen. Da raschelt es immer so komisch. Also, ich höre mal auf mit Schreiben.

Bis bald
Eure Theodora



Mittwoch, 5. Dezember 2018

blau, nein weiß

Heute morgen sind Mumps und ich in einem Bus aufgewacht. Also in Mamas Rucksack, der sich in einem Bus befand. 
Wie wir dahingekommen sind? Keine Ahnung. Ich erinnere mich nichtmal an gestern Abend bzw. daran, daß ich eingeschlafen bin. Sowas hatte ich noch nie...

Jedenfalls war die Ruhe dann vorbei und wir sind an einer Farm ausgestiegen, auf der es ganz viele Tier-Waisen gibt. Also ganz arme Geschöpfe, die die Hilfe von Menschen brauchen. Und zudem sind die alle sehr sehr niedlich.

So kam es, daß ich Bekanntschaft mit einem Koala namens Theo machte. 

Und von einem Joey (alle Beuteltier-Kinder heißen so, weshalb man sich den Namen immer merken kann ;)) abgeschleckt wurde. 

Ich weiß nicht, wer danach blöder geschaut hat, hihi.

Und damit wir auch noch eine Mutprobe eingebaut haben, musst...durften wir uns vor ein riesengroßes Känguru setzen. 

Immerhin wurden wir weder gefressen, noch angeschnullt.

Leider war der Teil des Ausflugs sehr schnell vorbei.
Und der zweite Teil war irgendwie merkwürdig. Denn eigentlich sollte es in die Blue Mountains gehen. Aber wir fuhren die ganze Zeit im Nebel rum und nix war da blau.

Am Ende waren wir auf einem Wanderpfad unterwegs und hatten ganz tolle Ausgucke. 
Da waren alle Schattierungen von weiß in der Landschaft zu sehen. 

Nur die Landschaft hat gefehlt... Naja.

Der Heimweg war dann genauso mysteriös, wie die Hinfahrt. Plötzlich saßen wir wieder im Bett. Habe ich das Beamen erfunden?

Morgen geht es raus aus der Großstadt und rein in die Natur. 
Bin schon echt gespannt, was da alles passiert.

Hier passiert nix mehr. Mama und Papa pennen schon und lassen sich nicht zum Spielen erweichen. Dann müssen wir wohl auch langsam schlafen.

Bis bald,

Eure Theodora 

Dienstag, 4. Dezember 2018

Jetlag und Bootfahren

Jeeeeetlaaaag? Jawoll.
Schlaf? Nö.

Ich bin gerädert. Absolut. 
Kann kaum die Tastatur sehen. Herrjeh.

Wir waren heute auf dem Wasser unterwegs. War sehr schön. 
Aber: Jetlag. Volle Kanne. Konnte kaum was sehen – trotz Nebels. Äh, was? Nein. Es war diesig. Man konnte nur die Hochhäuser sehen. Genau. Und die Brücke. Und...
Ach, guckt doch selber mal...

Jedenfalls sind wir nach der Bootstour nochmal kurz zu einem Nickerchen ins Hotel. Wurde ein ausgewachsener Mittagsschlaf. Überraschung.

Und als Mama und Papa nochmal loswollten, haben wir nochmal kurz in der Tasche die Augen zu gemacht. Die beiden haben plötzlich losgelacht. Ich weiß bis jetzt noch nicht, ob wir weg waren, oder ob sie uns einfach nur ein- und wieder ausgepackt haben. Sie verraten es mir nicht. 

Ich weiß genau, daß ich jetzt in der Nacht nicht schlafen kann und morgen geht es wieder von vorne los. Ich weiß es genau. Nicht ein Auge werde ich zumachen.

Nicht eins. Und dann denke ich die ganze Nacht über hüpfende Schafe nach und die Schäden, die diese Viecher bei armen Pharmazeuten anrichten, die keine Schlafmittel mehr loswerden und dann denke ich an, denke ich an, denke... Ich denke – na? Genau ich werde kein Auge zummmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm

Montag, 3. Dezember 2018

Komische Oper

Der zweite Flug war schnell vorbei. Einmal, weil er auch wirklich kürzer war und dann bin ich einfach eingeschlafen. Schwups, waren wir da. Juchu!

Das ist also Australien. 
Soso. Die können mir ja viel erzählen. Das ist ne große Stadt am Wasser mit hässlichen Hochhäusern.
Könnte also überall sein.
Naja, will ich es mal glauben.

Allerdings ist diese eine große Brücke schon irgendwie markant. Und auch die komische Oper, die sie da in die Landschaft gefliest haben. 
Das sind nämlich wirklich Fliesen. Solche, die bestimmt niemand nicht haben wollte. Und da hat sich so ein pfiffiges Kerlchen gedacht: Betonieren wir mal eine Oper drunter, die schön groß ist und schon ist das Fliesenlager leer. Manchmal sind die Lösungen ziemlich einfach.

Die Australier sind überhaupt schnell im Lösungen finden.
Hier ist ein „Stuhl“ (nennen die halt so), den ein Mann seiner Frau aus dem Felsen schnitzen lassen hat. 
Bloß nicht zu viel selber machen. Jaja. Und weshalb? Weil sie gern dort gesessen hat.
Klar. Wieso auch einfach einen Stuhl holen und wieder wegräumen. Die Australier schnitzen lieber ne Bank in den Felsen.

Aber nett sind die hier schon. Will auch gar nicht so viel meckern...
Ist wahrscheinlich der Jetlag. Darunter leide ich immer sehr. Wird aber bald besser.

Und deshalb gehe ich jetzt schlafen. Jawoll!

Nicht böse sein, wenn ich nicht jeden Tag schreibe. Ich versuche es zwar. Aber manchmal geht das schlecht... Ab Donnerstag sitzen wir immer sehr viel im Auto. Da bleibt abends nicht immer Zeit. Naja, das wird schon.

Wir sind jedenfalls alle schon sehr gespannt auf die ersten wilden Tiere.

Achso, ich wollte ja schlafen. Jetlag halt.

Bis bald,

Eure Theodora

Sonntag, 2. Dezember 2018

Start mit Hindernissen

In den Urlaub fahren ist ja immer toll. Eigentlich.
Diesmal war es am Anfang so spannend, daß mir richtig schlecht geworden ist. Wirklich. 
Wir hätten um ein Haar ohne Mama fliegen müssen. Die war nämlich zu alt und zu jung gleichzeitig. Jetzt denkt Ihr, daß das Nilpferd spinnt – stimmt‘s?
Ich spinne aber nicht, denn: Für Mama waren zwei Visata ausgestellt und das auch noch elektronisch. Auf dem einen war sie normal alt (ich darf keine Details dazu schreiben, sonst gibt es Rucksack-Arrest). Und auf dem anderen war sie glatte 27 Jahre älter.
Naja, ist ja alles halb so wild, denkt man da. Pustekuchen. Wir mussten warten, bis jemand von den Eincheckerichen am Schalter endlich Zeit hatte, um mal eben in der Haupstadt von Australien anzurufen, damit ein Visum-Dings gelöscht wird.

O.K. – ich mache es mal nicht so spannend. Wir sind dann doch geflogen. Es war aber wirklich ziemlich knapp... Nicht mal ein richtiges Abschiedsfoto gab es. Nur das hier auf dem Weg zum Flugzeug.

Ab dann ging alles ganz prima.
Die Kopfhörer sind für zwei Kuschels etwas eng. Aber wenn man die inneren Ohren zusammensteckt, hört man sogar auf beiden Seiten ganz gut.

Was ich ja am spannendsten finde, ist immer die Flugroute. 
Wahnsinn, wo man da so langkommt. 

Der Rest der Zeit verging recht schnell. 
Wobei es noch einen Moment gab, wo ich dachte, daß alles vorbei ist und mich der Krampus holen will...
Ich gucke nach oben und da ist plötzlich diese Hand!
Hab ich mich erschreckt. Nee nee nee.

Als ich Papa geweckt hatte, war die wieder weg.
Na prima. Das Nilpferd hat Wahnvorstellungen. Aber auch ein Foto – so!

Papa und Mama haben mich beruhigt und mir den Mann auf dem Vordersitz gezeigt, zu dem die Hand gehört. Na gut. Der sah auch ganz nett aus und hat später sogar geschnarcht...
Ich habe aber mal lieber nicht geschlafen und die Sitzkante mal besser im Blick behalten. 
Ist aber nichts mehr passiert.

So, das war der erste Flug. 
Vom zweiten und den ersten Eindrücken aus Sydney schreibe ich später.

Bis bald,

Eure Theodora!